08.05.2015
Unternehmen planen Transporte um

Bahnstreik: Mehr Fracht für Lkw

Der Rekord-Bahnstreik der Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) beflügelt den Straßengüterverkehr in Deutschland. Das geht aus den aktuellen Zahlen des TimoCom Transportbarometers hervor.

Demnach stieg der Anteil der zu transportierenden Waren seit 4. Mai kontinuierlich an. Für innerdeutsche Transporte lag das Verhältnis von Frachten zu freiem Laderaum am 7. Mai bei über 80:20. Mit anderen Worten: Auf einen leeren Lkw kamen vier Transportaufträge mit Waren, die eigentlich transportiert werden mussten.

Viele Unternehmen hatten ihre Transporte bereits von der Schiene auf die Straße verlegt. So hatte der Automobilhersteller BMW bereits vorab erklärt, seine Logistik angesichts des Bahnstreiks zu reorganisieren. Um die Versorgung seiner Werke auch während des Bahnstreiks sicherzustellen, verlagerte der Automobilkonzern den Transport der benötigten Produkte auf Lastwagen.