24.03.2015
Rosenbauer und ÖAMTC

Einsatzfahrerausbildung für Feuerwehrleute

Rosenbauer und ÖAMTC präsentieren die erste, gemeinsam entwickelte Einsatzfahrerausbildung für Feuerwehrleute: driving4fire verbindet ein klassisches Fahrtechniktraining mit virtuellen Blaulichtfahrten am Rosenbauer Einsatzfahrzeugsimulator ERDS.

Ziel der Ausbildung, zu der auch ein umfassender theoretischer Teil gehört, ist es, ein Feuerwehrfahrzeug in jeder Fahr- und Verkehrssituation sicher beherrschen zu können.

Beim praktischen Training auf dem ÖAMTC Fahrtechnikgelände geht es vor allem darum, ein tonnenschweres Einsatzfahrzeug richtig bewegen und verstehen zu lernen, wie es in bestimmten Fahrsituationen reagiert. Die Übungen werden fast ausschließlich in langsamem Tempo absolviert: Slalom und Sitzposition, Bremsen, Bremsen und Ausweichen, Kurve, Nassbremsen/Bremsvergleich. Geübt wird stets mit dem eigenen Fahrzeug der Feuerwehr unter Anleitung erfahrener Fahrtechniktrainer. Sie vermitteln auch die erforderlichen rechtlichen Grundlagen und gehen auf technische Details ein, wie zum Beispiel den Unterschied zwischen älteren und neueren Fahrzeugen, die mit moderner Elektronik (ABS, ESP, ASR usw.) ausgestattet sind.

Beim virtuellen Training auf dem ERDS Einsatzfahrzeugsimulator können dann auch Blaulichtfahrten trainiert und Extrembereiche ausgetestet werden: Wie reagiert das Fahrzeug bei raschem Lenkausschlag oder beim Wechsel der Fahrbahnverhältnisse, wie der Fahrer, wenn andere Verkehrsteilnehmer Fehler machen oder sich undiszipliniert verhalten. Im Simulator lernt man den Umgang mit  Ausnahmesituationen, man wird mit Gefahren und Risiken im Straßenverkehr vertraut und kann die eigenen Reaktionen daraufhin optimieren.

Virtuelle Alarmfahrten am ERDS Blaulichtsimulator
Bild: Rosenbauer  

Gefahren wird über ein virtuelles Straßennetz von rund 200 km Länge (Autobahnen, Freiland- und Stadtstraßen), die Strecken sind frei kombinierbar, ebenso die Verkehrssituationen, die während der Fahrt zu bewältigen sind. Das „Fahrverhalten“ des Simulators ist dabei absolut realistisch: Eingebaut in einen transportablen Container befindet sich die Fahrerkabine auf einer hydraulischen Hubeinheit, die sich wie im echten Fahrbetrieb bewegt.

Ausbildung in ganz Österreich 

Die Einsatzfahrerausbildung driving4fire wird in sechs österreichischen ÖAMTC Fahrtechnik Zentren angeboten und richtet sich an Anfänger und Fahrer mit wenig Kilometerleistung genauso wie an erfahrene Einsatzfahrer.

Infotage finden von 14. bis 30. April in St. Veit a.d. Glan, Teesdorf, Lang/Lebring, Innsbruck und am Wachauring in Melk statt, die eintägigen Ausbildungsveranstaltungen beginnen am 10. April in Marchtrenk und enden am 2. Mai in Melk.

Zu den driving4fire Infoveranstaltungen
Zur driving4fire Einsatzfahrerausbildung