13.10.2014
WKÖ-Bundessparten gegen Mautpläne

"Flächendeckende Lkw-Maut wäre neue Massensteuer für Konsumenten"

In einzelnen Bundesländern wurden zuletzt neue Maut-Ideen kommuniziert: Für Lkw über 3,5 Tonnen solle eine Maut auch auf dem niederrangigen Straßennetz der Landes- und Gemeindestraßen eingeführt werden.

In einer breiten Allianz stellten die WKÖ-Bundessparten Transport und Verkehr, Handel, Gewerbe und Handwerk sowie Industrie Ende September in einer Pressekonferenz klar: Eine flächendeckende Lkw-Maut wäre ein Anschlag auf die Regionen und eine Massensteuer, die am Ende des Tages Herr und Frau Österreicher zu bezahlen hätten. Geht man von einem gewichteten Durchschnittswert von 30,1 Cent pro km (ohne USt) für alle Lkw schwerer als 3,5 t aus, so ergeben sich aus einer flächendeckenden Lkw-Maut schätzungsweise Gesamtkosten von rund 400 Millionen Euro für die heimische gewerbliche Wirtschaft (ohne Landwirtschaft, ohne Gebietskörperschaften), haben WKÖ-Experten berechnet.

(v.l.) Alexander Klacska, Obmann der BS Transport & Verkehr, Bettina Lorentschitsch, Obfrau der BS Handel, Renate Scheichelbauer-Schuster, Obfrau der BS Gewerbe & Handwerk, und Siegfried Menz, Obmann der BS Industrie
Bild: WKÖ/Leithner  

„Auch wenn wir noch nicht genau beziffern können, wie viel wirklich auf uns zukäme, eines ist klar: Eine solche Maut wäre eine Belastung, die die Wirtschaft nicht im Stande und nicht willens ist zu stemmen. Am Ende des Tages müssten wir alle als Konsumenten diese Steuer mittragen“, betonte Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr. Um die Belastungen für den Standort konkretisieren zu können, hat die WKÖ nun eine Studie in Auftrag gegeben, die zum Ende des Jahres vorliegen soll.

Positionspapier der WKÖ-Bundessparten Transport & Verkehr, Handel, Gewerbe und Handwerk sowie Industrie zu einer flächendeckenden Lkw-Maut