02.06.2015
Twin Trailer mit Load-Lock-Cross

Fliegl führte Innovationen bei Rigips vor

Vom 18. bis 22. Mai war Fliegl Gast bei Rigips in Brieselang. Am brandenburgischen Standort nutzten Lkw-Fahrer die Gelegenheit, den neuen RoadRunner Twin und das neuartige Ladungssicherungssystem Load-Lock-Cross genau unter die Lupe zu nehmen.

Gut 70 Speditionen waren von Fliegl in Zusammenarbeit mit den Rigips-Logistikern eingeladen worden. „Die Resonanz war gut“, resümiert Stephan Heinze, der gemeinsam mit seinem Kollegen Reinhard Berger vor Ort Rede und Antwort stand. „Wir sind mit den Anwendern ins Gespräch gekommen und konnten uns konstruktiv austauschen.“

Load-Lock-Cross erlaubt die unkomplizierte Fixierung von Ladung, die wenige Zentimeter breiter ist als die Ladefläche des Fahrzeugs und deshalb die Standard-Zurrpunkte verdecken kann. Ein wichtiges Thema auf dem Gelände von Rigips, auf dem täglich bis zu 130 Auflieger beladen werden - u.a. mit 2,50 Meter breiten Trockenbauelementen, die auf Paletten transportiert werden - bei einer Ladeflächenbreite von 2,48 Metern. „Viele Fahrer haben uns berichtet, dass herkömmlich festgezurrte Ware oft Schaden nimmt, deswegen vom Kunden nicht angenommen wird oder dass die Plane Risse bekommt“, sagt Heinze. Load-Lock-Cross nutzt neuartige Querträger, die in den Rahmen integriert sind. Fliegl hat in die Träger Zurrlöcher eingearbeitet - so können Spanngurthaken bequem unterhalb der Ladefläche eingehängt werden. Diese Ladungssicherungsoption geht nicht zu Lasten der Chassis-Stabilität, die Träger erfüllen ihre ursprüngliche Funktion weiterhin uneingeschränkt. 

Der neue Fliegl RoadRunner Twin wurde mit der neuen Option zur Sicherung überbreiter Ladung, dem Load Lock Cross, ausgestattet und eine Woche lang vorgeführt
Bild: Fliegl  

Positiven Anklang fand während der Vorführwoche nicht nur Fliegls Load-Lock-Cross, sondern auch das Trägerfahrzeug, ein RoadRunner aus der neuen Twin Serie. Die Achslast der Fliegl Twin Trailer liegt bei zehn Tonnen, so dass ein Zuggesamtgewicht von ca. 38 bis 39 Tonnen erreicht wird. Das entspricht einer Nutzlastminderung von nur etwa einer Tonne gegenüber einem Dreiachs-Auflieger. Dafür kommt der Halter in den Genuss der vollen Kostenersparnis aufgrund der Einordnung in die günstigere Mautklasse (1,8 Cent pro Kilometer, nach Einführung der neuen deutschen LKW-Maut im Oktober). Neben diesem Maut-Sparpotential schreibt die Transportbranche den Zweiachs-Aufliegern weitere positive Effekte gut: geringeres Eigengewicht, höhere Laufruhe durch längeren Radstand, niedrigere Betriebs- und Kraftstoffkosten.

„Ein guter Erfolg“, sagt Fliegl-Vertriebsmitarbeiter Reinhard Berger, waren die Vorführungen bei Rigips, für die MAN Rental EURO Leasing eine Zugmaschine zur Verfügung gestellt hat. Schon jetzt werten die Fliegl Konstrukteure Hinweise von Lkw-Fahrern zum Vorführ-Trailer aus, so dass Erkenntnisse aus der Transportpraxis in die Produktentwicklung einfließen können.

www.fliegl-fahrzeugbau.de