09.01.2017
Dakar 2017 - Zwischenbilanz

Iveco liegt bei Halbzeit in Führung

Die Dakar gilt als die härteste Motorsport-Herausforderung für Mensch und Maschine. Diesmal sind es 12 Etappen (7 davon mit mehr als 400 km), die alles zwischen Meereshöhe und fast 4.000 Höhenmetern bieten. Nach der Halbzeit liegt Teamleiter Gerard de Rooy in Führung.

Die „Dakar“ läuft trotz einer Erweiterung des Teilnehmerfeldes um einige Marken auch 2017 wieder auf das Duell Iveco-Kamaz hinaus. Titelverteidiger „Petronas De Rooy Iveco“ setzt neben einer eigenen Fahrwerkstechnologie wieder auf den Iveco Trakker und den australischen Iveco Powerstar mit den robusten Rahmen und den zuverlässigen Cursor 13 Motoren. Denen hat FPT Industrial – die Motorenmarke von CNH Industrial – als besten Kompromiss zwischen Dauerfestigkeit und Leistungsvermögen eine Leistung von ca. 900 PS verpasst. Kamaz hingegen fährt mit leistungsstärkeren, aber auch schwereren Motoren eines Schweizer Kranherstellers.

 

Trakker 4x4 nach starken Regenfällen als Rasensprenger
Bild: Iveco  

 

Die ersten Etappen galt es, als Team zusammen zu bleiben, schließlich ist der Rallyesport ein Teamsport. Das Iveco Team brachte zu Beginn alle drei Fahrzeuge unter die ersten Zehn, ein Fahrzeug war auf Platz Zwei. Aufgrund einer wild gewordenen Reifendruckregelanlage im Iveco Powerstar des Teamleiters Gerard de Rooy begann in Etappe 3 das Unglück in Form von 3 Plattfüßen. Mehr als Rang 17 war am Ende nicht drin. In den folgenden beiden Etappen – die erste eine extrem schwierige Anden-Passage in Bolivien auf bis zu 4.000 Höhenmeter – zeigte de Rooy, was er und sein Iveco kann: ein Sieg auf beiden Etappen brachte ihm auch die Gesamtführung mit einem 20 minütigem Vorsprung ein.

 

Ebenfalls extrem beansprucht: einer von mehreren Trakkern als rollende Werkstatt
Bild: Iveco  

 

Die fünfte Etappe wurde wegen sintflutartiger Regenfälle nach gut der Hälfte der Distanz beendet. Leider mit einem großen Nachteil für die Mannschaft:  zwei Fahrzeuge des Teams landen mit rund 6 Stunden Rückstand nur auf den Rängen 36 und 39. Der Grund: Ein Fahrzeug war schon früh in einer sumpfigen Flussquerung festgefahren, das andere ereilte dasselbe Schicksal, als es das andere Teamfahrzeug herausziehen wollte. Beide steckten dann über drei Stunden fest und kamen nur dank der Hilfe von Zuschauern wieder in Fahrt. Da dies ein Regelverstoß ist, erhielten beide Fahrzeuge je zwei Stunden Strafzeit on Top. Für den Führenden Gerard de Rooy heißt das jetzt, dass er ohne sein Team im Rücken auf sich alleine gestellt ist. Einzig der argentinische Teamkollege und Lokalmatador Federico Villagra kann ihm auf Platz sechs liegend mit 34 Minuten Rückstand im Notfall helfen.

www.iveco.at