01.04.2016
Platooning

Scania auf grenzüberschreitender Kolonnenfahrt

Am 29. März 2016 starteten drei Sattelzüge von Scania im schwedischen Södertälje, um die Strecke bis nach Rotterdam in Kolonnenfahrt zurückzulegen.

Scania ist einer von mehreren Akteuren, die sich aktiv an der “EU Truck Platooning Challenge” beteiligen, und schickt vom 29. März bis zum 6. April 2016 Lkw auf Kolonnenfahrt. Es handelt sich hierbei um die weltweit erste grenzüberschreitende Initiative dieser Art. Das Projekt wird auch vom europäischen Verband der Automobilindustrie (ACEA) unterstützt. Ziel ist es, die Entwicklung von Strecken für Lkw-Konvois in Europa voranzutreiben, die länderübergreifende Zusammenarbeit zu stärken und den Weg für Gesetzesänderungen in der EU zu ebnen. 

 
Bild: Scania  

Jonas Hofstedt, Head of Powertrain Development bei Scania meint: „Die European Truck Platooning Challenge ist eine hervorragende Gelegenheit für uns, die großen Vorteile der Fahrzeugkonvois, wie sichereren und effizienteren Transport und einen verbesserten Verkehrsfluss in Schweden und Europa stärker ins Bewusstsein zu rücken. Wir hoffen auch, das Verständnis dafür zu fördern, dass gemeinsame Standards für die verschiedenen Assistenzsysteme benötigt werden und dass eine gemeinsame europäische Gesetzgebung erforderlich ist, um Kolonnenfahrten in großem Umfang zu ermöglichen.“ 

Auf der Etappe zwischen Södertälje und Malmö setzt Scania Lastzüge mit einem zusätzlichen Auflieger ein, sodass die Gesamtlänge eines Gespanns 32 Meter betragen wird.

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„Längere Lkw-Kombinationen werden von uns auf einigen Streckenabschnitten bereits getestet und wir haben damit gute Ergebnisse erzielt“, so Hofstedt. „Durch den Einsatz eines zusätzlichen Aufliegers wird die Warenmenge bei jedem Transport erhöht. Gleichzeitig werden die Kosten pro Tonnenkilometer um 40 Prozent und der CO₂-Ausstoß um mehr als ein Viertel gesenkt.”