21.07.2015
MAN Truck & Bus

Schlankere Verwaltung und Neuausrichtung der Produktionsstandorte

MAN Truck & Bus setzt sein Programm zur Stärkung des Unternehmens im Wettbewerbsumfeld, das alle wesentlichen Bereiche umfasst, um. Schwerpunkte sind die Neuausrichtung der Produktionsstandorte sowie die Verschlankung in allen Verwaltungsbereichen.

Insgesamt wird das Zukunftsprogramm bis Ende 2017 über Kosteneinsparungen und Ergebnisoptimierungen den erforderlichen Einmalaufwand des Jahres 2015 deutlich überkompensieren und dafür sorgen, dass MAN Truck & Bus robuster, flexibler und effizienter in die Zukunft geht. Die Neuausrichtung des Produktionsnetzwerkes von MAN Truck & Bus wird in den kommenden Jahren die Aufgabenschwerpunkte so auf die einzelnen Lkw-Produktionsstandorte München, Steyr, Krakau und Salzgitter verlagern, dass jeder Standort zukünftig klare Verantwortungsbereiche und Kernkompetenzen hat. Damit stärkt MAN die einzelnen Produktionsstandorte in ihren jeweiligen Rollen, Doppelarbeiten werden vermieden.

Gleichzeitig will das Unternehmen Personal reduzieren. Dabei geht es um rund 1.400 Stellen in der Verwaltung und etwa 400 in den direkten Produktionsbereichen. Betriebsbedingte Kündigungen schließt das Unternehmen dabei ebenso aus wie Standortschließungen. Die Verschlankung erfolgt im Wesentlichen durch Verzicht auf Nachbesetzung von frei werdenden Stellen, freiwillige Abfindungen sowie Altersteilzeit. Hierfür werden 2015 Einmalaufwendungen in Höhe eines niedrigen dreistelligen Millionenbetrags erforderlich sein.

Die Ausrichtung des Werkes in Steyr bleibt bis auf die Fahrerhausrohbauten im Wesentlichen bestehen
Bild: MAN  

 

Im Detail sieht die Neuausrichtung des Produktionsnetzwerks wie folgt aus: Die Lkw der schweren Reihe werden in Zukunft an den Standorten München und Krakau montiert. Der Fahrerhausrohbau und die Lackierung werden stufenweise in München konzentriert. Der Bereich Ersatzteil-Logistik wird komplett von München nach Salzgitter verlagert. Salzgitter wird nicht nur zum Zentrum der Teilelogistik, sondern auch zu einem Komponenten- und Remanufacturingwerk ausgebaut. Die Produktion der Bus-Chassis wird nach Ankara verlagert. Steyr bleibt das Produktionszentrum für die Lkw-Montage der leichten und mittleren Reihe sowie der Fahrerhausausstattung der entsprechenden Baureihen. Fahrerhausrohbauten werden zukünftig nicht mehr am Standort produziert, sondern aus München bezogen. Dafür entstehen in Steyr eine neue Kunststoff-Lackierung und ein Truck Modification Center.

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