22.02.2017
MAN e-Truck

Elektro-Lkw aus dem MAN-Werk in Steyr

MAN wird heuer die ersten Elektro-Lkw für Kunden bereitstellen. Ein „Memorandum of Understanding“ zwischen MAN Truck & Bus und dem Council für nachhaltige Logistik wurde im Beisein von Bundeskanzler Christian Kern und Verkehrsminister Jörg Leichtfried unterzeichnet.

 

Bundeskanzler Christian Kern und Verkehrsminister Jörg Leichtfried, die Konzernspitzen von MAN Truck & Bus und die Mitglieder des Council für nachhaltige Logistik (CNL) im MAN Vorseriencenter Steyr
Bild: WEKA/Fliesser  

 

Wie wichtig die Automobilindustrie für Österreich als Wirtschaftsstandort ist, zeigte die Anwesenheit von Bundeskanzler Christian Kern und dem Minister für Verkehr, Innovation und Technologie, Jörg Leichtfried, im MAN Vorseriencenter in Steyr. Insbesondere Oberösterreich ist wirtschaftlich stark von der Automobilindustrie geprägt. So findet sich zum Beispiel auch ein BMW Motorenwerk in Steyr. Entsprechend viele Menschen sind in diesem Wirtschaftszweig beschäftigt – allein im Werk von MAN arbeiten über 2.000 Menschen.

 

Großer Medienandrang rund um den Besuch von Kanzler Kern und Verkehrsminister Leichtfried bei MAN in Steyr
Bild: WEKA/Fliesser  

 

Steyr ist das einzige Werk im MAN Fertigungsverbund für die leichte und mittlere Baureihe, TGL und TGM. Hier wird nun auch der neue, vollelektrische MAN eTruck gebaut. Zunächst sollen bis November 2017 insgesamt neun Stück der Elektro-Lkw gebaut und den Mitgliedern des Council für nachhaltige Logistik (CNL) zur Verfügung gestellt werden. Die ersten Fahrzeuge werden dazu  bei Gebrüder Weiss, Hofer, Magna Steyr, Metro, Quehenberger, Rewe, Schachinger, Spar und Stiegl im Praxiseinsatz erprobt.

 

v.r. Joachim Drees, CEO der MAN Truck & Bus AG; Bundeskanzler Christian Kern; Jörg Leichtfried, Minister für Verkehr, Innovation und Technologie; Carsten Intra, Vorstand Forschung & Entwicklung und Produktion & Logistik, MAN Truck & Bus AG
Bild: WEKA/Fliesser  

 

Bundeskanzler Kern nimmt am Beifahrersitz des neuen MAN Elektro-Lkw für eine Probefahrt Platz
Bild: WEKA/Fliesser  

 

Bundeskanzler Kern im Gespräch mit Karl-Heinz Rauscher, Geschäftsführer Personal bei MAN Truck & Bus Österreich
Bild: WEKA/Fliesser  

 

Die Reichweite der eTrucks wird 100 km betragen, die Lkw werden also in erster Linie im innerstädtischen Verteilerverkehr zum Einsatz kommen. Gerade hier bietet der Elektro-Antrieb viele Vorteile, denn er ist nicht nur emissionslos sondern auch extrem leise. Bis zu 15 dB weniger Lärm als ein dieselgetriebener Lkw soll das Fahrzeug im Betrieb verursachen, das macht den eTruck auch für Nachtzustellungen in geräuschsensiblen Gebieten interessant.

 

Eingang zum Vorseriencenter auf dem Werksgelände von MAN in Steyr
Bild: WEKA/Fliesser  

 

„MAN verfolgt eine klare Roadmap in puncto Elektromobilität – und zwar für Lkw und Busse. Den ersten eTruck präsentieren wir Ihnen heute hier, und Ende des Jahres sehen Sie ihn auf der Straße. Ende 2019 bringen wir einen vollelektrischen Stadtbus in Serie und Anfang 2021 kommt dann der Serien-eTruck. Dabei nutzen wir einen modularen Baukasten von Antriebskomponenten, den wir flexibel für verschiedene Anwendungen einsetzen können“, erläutert Joachim Drees, Vorsitzender des Vorstands von MAN Truck & Bus, den langfristigen Ansatz von MAN beim Elektroantrieb.

 

(v.l.) Christian Fürstaller, CEO Quehenberger; Frank Hensel, Vorstandsvorsitzender der REWE International AG; Wolfram Senger-Weiss, Mitglied des Vorstands bei Gebrüder Weiss; Arno Wohlfahrter, Generaldirektor von Metro Cash & Carry Österreich; Fritz Poppmeier, Vorstand bei Spar
Bild: WEKA/Fliesser  

www.mantruckandbus.com/de

LF