16.04.2015
Transporter-Test

Fiat Doblo: Frisch aufpoliert

Mit dem neuen Doblo leitet Fiat die Erneuerung der kompletten Transporter-Palette ein. Dabei gehen die Italiener durchaus auch neue Wege.

Im Jahr 2016 stehen bei Fiat große Neuerungen bevor. Da kommt der komplett neue Scudo in Kooperation mit Renault und der neue Fiorino in Zusammenarbeit mit Mitsubishi. Es werden also die alten Pfade der Partnerschaft mit Peugeot/Citroen teilweise verlassen. Doch zuvor erfolgt jetzt noch das Facelifting des beliebten Fiat Doblo als Transporter und Pkw in Kooperation mit Opel. Wir haben ihn bereits gefahren.

Optimierungen im Detail

Wie der Ausdruck Facelifting bereits besagt, gibt es nur Detailretuschen. Das heißt auffällig die neue Front, in der Kabine eine Beifahrerdoppelsitzbank in der Cargo-Version, ein etwas überarbeitetes Armaturenbrett sowie sparsamere und drehmomentstärkere Motoren im Leistungsbereich zwischen 75 und 135 PS.

Aufgefrischter Fiat Doblo als Kastenwagen
   

Die Preise ab € 12.680,– ( exkl.) wurden moderat angepasst. Bei ersten Testfahrten zeigte es sich, dass auch die Schalldämmung verbessert wurde. Der Doblo ist jetzt auch als Kastenwagen sehr leise geworden.  

Mehr Power, weniger Sprit

Die Turbodiesel-Motoren liefern bis zu 40 % mehr Drehmoment. Als besonders wirtschaftliche Alternative erweitern zwei EcoJet Modelle das Angebot. Ausgerüstet mit den Motorversionen 1.3 MultiJet (66 kW/90 PS) oder 1.6 MultiJet (77 kW/105 PS) sowie einer Reihe von Maßnahmen zur mechanischen und aerodynamischen Effizienz überzeugen sie mit einem um bis zu 15 % gesenkten Verbrauch. Die Bi-Link Hinterachse wurde für ein sicheres Fahrverhalten beibehalten.

Modifiziertes Armaturenbrett
Bilder: Fiat  

Der MultiJet mit 55 kW/75 PS bildet den Einstieg in die Doblo-Reihe. In der 90 PS-Version ist er auch mit dem bekannten automatisierten 5-Ganggetriebe erhältlich. So weit das technisch möglich ist, wurden die Schaltübergänge ein weniger flüssig gemacht. Diesen Motor gibt es auch mit 77 kW/105 PS. Stärkster Motor ist der 2.0 MultiJet Turbodiesel mit 99 kW/135 PS. Es ist auch ein 1.4 Fire Benzinmotor erhältlich, der 70 PS/95 PS liefert. Der wird übrigens auch als Natural Power für den wahlweisen Betrieb mit CNG angeboten und leistet 88 kW/120 PS.

Sehr flexibel

Der erneuerte Doblo wird als Kastenwagen mit zwei Radständen, als Fahrgestell für Sonderaufbauten und als Pritsche angeboten. Maßstäbe im Segment setzt der Doblo nach wie vor hinsichtlich Ladekapazität und Nutzlast. Der Laderaum fasst bis zu 5 m³, die Nutzlast beträgt bis zu 1.000 kg. Größter Vorteil der Beifahrer-Doppelsitzbank ist das große Staufach unter der Sitzfläche. Für einen zweiten Beifahrer ist indes kaum Platz, es sei denn, er ist dünn wie eine Bohnenstange. Mithilfe des Uconnect Infotainmentsystems, das über einen 5 Zoll-Touchscreen bedient wird, lassen sich sämtliche Funktionen auch von externen Daten- und Musikspeichern sowie Smartphones steuern. Die Software eco:Drive gibt dem Fahrer Tipps zum spritsparenden Schalten und Bremsen, optional ist eine TomTom Navi erhältlich. Für Flotten ist ein Fleet Management System verfügbar.

www.fiat.at

ht