13.05.2016
5,5 Tonnen

Sprinter – mehr Nutzlast, mehr Leistung

Der Mercedes Sprinter wird ab Juni auch mit 5,5 t Gesamtgewicht – das sind 500 kg mehr als bisher – erhältlich sein. Zudem gibt es zwei neue Motorisierungen mit 84 und 105 kW.

Eine halbe Tonne mehr als das bisherige Modell schultert der neue 5,5 Tonnen-Sprinter. Dabei kommt fast die gesamte Erhöhung des zulässigen Gesamtgewichts der Nutzlast zugute. „Das heißt, dank seiner außergewöhnlichen Robustheit wiegen die zusätzlichen Bauteile in dieser Sprinter-Variante nur 50 kg“, erklärt Norbert Kunz, Leiter Produktmanagement Mercedes-Benz Sprinter. 450 kg bleiben folglich als Nutzlastgewinn.

(v.l.) Norbert Kunz, Leiter Produktmanagement Mercedes-Benz Sprinter, und Peter Strobach, Leiter Mercedes-Benz Aufbauhersteller-Zentrum
   

Das ist insbesondere auch in Zusammenhang mit diversen Fahrzeugaufbauten von Interesse. Denn es werden zwar nur rund 15 % aller Sprinter in Europa im schweren Bereich um die 5 Tonnen verkauft. Von diesen sind jedoch rund 70 bis 80 % Auf- und Ausbaumodelle. Und dabei wurde durch komplexe Aufbauten und Anwendungen – beispielsweise bei Rettungs- oder Feuerwehrfahrzeugen – mitunter schon einmal das bisher mögliche 5-Tonnen-Gesamtgewicht überschritten. „Bisher gab es in solchen Fällen nur eine Lösung: Eine Sonderfreigabe für Umbauten bis 5,3 Tonnen", sagt Peter Strobach, Leiter Mercedes-Benz Aufbauhersteller-Zentrum. Das war folglich mit zusätzlichem Aufwand verbunden, der jetzt entfällt.

Aufbauten im Einrechnungsgeschäft

Um die Aufbauhersteller bei der Realisierung kundenspezifischer Aufbaulösungen zu unterstützen, stellt Mercedes diesen meist schon während der Entwicklungsphase alle relevanten Daten des Fahrzeugmodells zur Verfügung. Für besonders gängige Aufbaulösungen bietet Daimler unter der Marke „Mercedes-Benz VanSolution“ sogar Aufbaulösungen aus einer Hand im Einrechnungsgeschäft an.

Der Sprinter mit 5,5 Tonnen hat 450 kg mehr Nutzlast
   

„Das betrifft so unterschiedliche Bereiche wie das Handwerk, das Baugewerbe oder Kühl- und Isolierfahrzeuge“, führt Strobach aus: „Wir nehmen dem Kunden die Organisation ab, kümmern uns um Aufbau, Konfiguration, Finanzierung und Service.“ Der Kunde hat somit nur eine Firma als Ansprechpartner bei der Bestellung des Gesamtfahrzeugs sowie bei Service und Garantie.

Neue Motorisierungen

„Wir haben uns die aktuellen Anforderungen an den Sprinter angeschaut. Da war schnell klar: Unsere Kunden brauchen mehr Leistung und Drehmoment“, sagt Norbert Kunz. Angehoben wurden dazu die beiden Einstiegsvarianten des Sprinter-Dieselmotors. Die erste Stufe bringt nun 84 kW Leistung und 300 Nm Drehmoment (bisher 70 kW/250 Nm), die zweite Stufe liefert 105 kW mit 330 Nm (bisher 95 kW/305 Nm). Die stärkeren Motorvarianten mit 120 kW und 140 kW sind weiterhin verfügbar.

Mehr Nutzlast ist immer ein Gewinn, egal ob im Transport mit Kastenwagen, Koffer oder Pritsche oder für individuelle Lösungen mit Sonderaufbauten
Bilder: Daimler  

Insgesamt kann der Sprinter somit in vier Leistungsstufen bestellt werden, wobei alle Motorisierungen die Abgasnorm Euro 6 erfüllen. Und wer es besonders geländegängig braucht, für den ist der Sprinter auch mit Allradantrieb erhältlich. Die Antriebskomponenten dazu stammen aus dem Hause Oberaigner und werden direkt zu Mercedes ans Band nach Düsseldorf bzw. nach Ludwigsfelde geliefert.

lf